Fortschritt bei der Therapie der Arthrose – Spanische Forschergruppe vermeidet Operationen und Endoprothesen am Knie durch konservative Therapie und Physiotherapie

5. April 2016, Düsseldorf 

Eine spanische Forschergruppe um den Orthopäden Dr. J. Baselga publizierte im Dezember 2015 im Fachjournal PLOS One eine neue Untersuchung über einen Beobachtungszeitraum von zwei Jahren. Die Behandlung von Patienten mit einer patientenindividuellen konservativen Therapie ist in den letzten Jahren Gegenstand verschiedener Studien und wissenschaftlicher Diskussionen gewesen.

Fortschritt bei der Therapie der Arthrose – Spanische Forschergruppe vermeidet Operationen und Endoprothesen am Knie durch konservative Therapie und Physiotherapie
Dr. J. Baselga, Sevilla, Spanien

Es konnte gezeigt werden, dass im Rahmen dieser offen durchgeführten Anwendungsbeobachtung bei 117 von 118 der Patienten durch die Anwendung einer patientenindividuellen konservativen Therapie mit zusätzlicher Physiotherapie eine Operation (und somit eine Totale Endoprothese am Knie, kurz TEP) vermieden werden konnte. Die Publikation kann auf der Seite von PLOS One gelesen werden.

Die nicht-operative (konservative) Gelenktherapie stärken

Kniearthrose ist eine sehr verbreitete und bislang unheilbare Erkrankung von der weltweit 10-15 Prozent der über 60-jährigen Bevölkerung betroffen sind (WHO, 2013). Sie verursacht hohe volkswirtschaftliche Kosten aufgrund von Einschränkungen durch Schmerz, Verlust der Gelenkfunktion und Gelenksteifigkeit. Als Behandlungsmöglichkeiten gibt es operative Verfahren wie Gelenkersatz und nicht-operative Verfahren, wie intraartikuläre Injektionen. Substanzen wie Hyaluronsäure, Kortison, thrombozytenreiches Plasma oder autolog konditioniertes Serum können direkt in das Gelenk injiziert werden. Insbesondere in Deutschland besteht ein enormer Bedarf für die Ausweitung konservativer

Behandlungsmethoden. Das heißt, medizinische Maßnahmen zum Erhalt des Kniegelenks ohne den Bedarf eines operativen Eingriffs. Hier setzt die ORTHOGEN Lab Services GmbH an.

ORTHOGEN Lab Services GmbH

Die ORTHOGEN Lab Services GmbH ist ein Tochterunternehmen der ORTHOGEN AG, die 1993 in Düsseldorf von dem niedergelassenen Orthopäden Prof. Dr. med. Peter Wehling gegründet wurde. Seit 2002 vertreibt die ORTHOGEN Lab Services GmbH das Medizinprodukt EOT®II Spritze weltweit. Die EOT®II Spritze wird bei niedergelassenen Ärzten für die Herstellung des Autologen Konditionierten Serums (ACS) verwendet. Die ORTHOGEN-Gruppe betreibt ihre Forschung und Entwicklung sowie die Fertigung in Deutschland.

Die EOT®II Spritze

Die EOT®II Spritze ist das Medizinprodukt der Firma Orthogen Lab Services. Die Anwendung ist eine Selbstzahlerleistung, die von den gesetzlichen Krankenkassen noch nicht übernommen wird – erfreulicherweise aber von einigen privaten Krankenversicherungen. Die Kosten für den Patienten für die EOT®II Spritze betragen 98,00 Euro brutto. Für die Aufbereitung einer ausreichenden Menge des Autologen Konditionierten Serums sind je nach Indikation in der Regel drei bis sechs EOT®II Spritzen erforderlich. Zusätzlich entstehen weitere, patientenindividuelle Kosten für die ärztliche Behandlung nach der Gebührenordnung für Ärzte. Die Höhe der Kosten richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und dem damit verbundenen therapeutischen Aufwand beim Arzt. Somit ergeben sich – von Arzt zu Arzt – womöglich unterschiedliche Preise.