Finger – die wichtigsten Begleiter unseres Alltags

Egal, was wir in unserem Alltag tun – ob Schuhe zubinden, ein Hemd zuknöpfen, einen Einkaufszettel schreiben oder eine E-Mail verfassen – nichts ist so wichtig dabei wie der Gebrauch unserer Finger. Sie ermöglichen uns wichtige Funktionen wie das Greifen, Festhalten und Fühlen. Darüber hinaus gestikulieren und kommunizieren wir mit unseren Fingern und üben kreative und künstlerische Fähigkeiten aus. Besonders für sehbehinderte Menschen sind die Finger so essenziell wie die Augen eines Sehenden, um ihre Umwelt zu „begreifen“.

Die hochkomplexe Beweglichkeit der Finger wird durch ihre besondere Anatomie ermöglicht. Alle Finger besitzen als Stützelemente drei Fingerglieder, die sogenannten Phalangen, welche über zwei Gelenke miteinander verbunden sind. Eine Ausnahme ist der Daumen, der nur zwei Phalangen und entsprechend nur ein verbindendes Gelenk besitzt. Zahlreiche Sehnen der Muskeln im Unterarm und der Mittelhand steuern die Fingerglieder wie ein komplexes Uhrwerk. In den Fingern selbst befinden sich keine Muskeln.

Betroffene mit Fingerarthrose leiden nicht nur an den Schmerzen, sondern vor allem an der starken Beeinträchtigung der sensiblen Feinmotorik ihrer Finger, die viele der für uns selbstverständlichen Alltagsgriffe erschwert.

Ist das Stadium der Fingerarthrose noch nicht fortgeschritten, helfen oft einfache Übungen, die Krankheit aufzuhalten. So üben zum Beispiel Ergotherapeuten mit Patienten spezielle Greif- und Haltetechniken – oft mit Erfolg! Generell gilt für Betroffene: Im Alltag sollten die kranken Gelenke nicht übermäßig oder einseitig belastet werden. Schweres Tragen oder harte handwerkliche Arbeit ist Gift bei Fingerarthrose. Doch nur Schonen der Finger ist auch falsch. Gezielte Finger- und Gelenkübungen stärken die Muskulatur und sorgen für Beweglichkeit. Auch helfen bei akuter Arthrose zur Entzündungshemmung Kälteanwendungen, im chronischen Stadium tun der Hand zum Beispiel Wärmebäder gut.